1. Deutscher Pflegetag: Pflegebeitragssatz hoch? Verbesserungen der Pflegeberufe?

Am ersten Tag des Deutschen Pflegetags hob Bundesgesundheitsminister Gröhe die Kooperationsbereitschaft der Politik hervor. Gröhe vertrat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) , die aufgrund einer Beckenverletzung ihre angekündigte Teilnahme absagen musste. Der Minister vertrat die erst jüngst von der Großen Koalition vereinbarte Pflegereform, mit der „sowohl ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff umgesetzt als auch dem System etwa sechs Milliarden Euro mehr zugeführt werden sollen.“(http://www.aerzteblatt.de/archiv/153474/1-Deutscher-Pflegetag-Aufbruchstimmung). Diese Summe soll dann für kurzfristigen Verbesserungen, die Bildung von Kapitalreserven und die Umsetzung des neuen Pflegebegriffs verwendet werden.

Schon am 1. 1. 2015 wolle die Bundesregierung Leistungsverbesserungen in Kraft treten lassen, versprach der Minister im rbb-Inforadio (http://www.focus.de/politik/deutschland/gesundheit-groehe-eroeffnet-deutschen-pflegetag_id_3563037.html), um dann auf den dann folgenden großen Reformschritt mit einer kompletten Neudefinition des Pflegebegriffs zu verweisen. Hier spielt der Einbezug der wachsenden Zahl an Demenzkranken eine große Rolle. Als Resultat der skizzierten Bemühungen erwartet Gröhe eine Steigerung des Leistungsvolumens um ein Fünftel.

Fragt sich natürlich, wer das alles bezahlen soll. Aber auch hier sind die Claims schon abgesteckt. Der Pflegebeitragssatz von 2,05 Prozent (Kinderlose: 2,3 Prozent) soll in zwei Stufen um insgesamt 0,5 Prozent steigen.

Gröhe nahm das Kooperationsangebot des Präsidenten des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, gerne an und hob dabei die Notwendigkeit des Inputs der Pflegebranche hervor. Er versprach, seine persönliche Kraft in der kommenden Legislaturperiode für Verbesserungen der Pflegeberufe zu nutzen.

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