Osteuropäische Pflegekräfte als Rettung – Demografischer Wandel und Pflegenotstand

Ein wesentlicher Grund für den allseits konstatierten Mangel an Fachpflegekräften („Pflegekräftemangel“) in Deutschland liegt in der demographischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte in Deutschland begründet. Nicht zuletzt dank der enormen Fortschritte in der Medizin hat sich die Bevölkerungspyramide stark verändert.

Die Alten werden mehr, die Jugend ist proportional geschrumpft. Finanziert werden müssen die verlängerten Lebenszeiten trotzdem und zwar von immer weniger im Erwerbsleben Aktiven.

Man sieht die Folgen dieser Entwicklung u.a. auch in der langjährigen Diskussion um das deutsche Rentenversicherungssystem. Aber eben nicht nur. Auch das deutsche Pflegewesen zeigt Erschütterungen und weist Risse auf. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berichte-Broschueren/Arbeitsmarkt/Generische-Publikationen/Gesundheits-und-Pflegeberufe-Deutschland-2011.pdf )

Aufgrund der Zunahme an älteren und alten Menschen in der Gesellschaft deuten alle Berechnungen auf eine weitere Zunahme auch der pflegebedürftigen Menschen. Unfälle und Erkrankungen ziehen häufig für alte Menschen den Sturz in die Abhängigkeit mit sich. Das Ende der Selbständigkeit kann zwar Schritt für Schritt erfolgen, aber auch ein Oberschenkelhalsbruch kann zur jähen Hilflosigkeit führen: die Pflegebedürftigkeit ist dann schneller da als gedacht.

Schätzungen rechnen mit 3,22 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2030 bzw. 4,23 Millionen im Jahr 2050 in der sozialen Pflegeversicherung. 2012 sprechen wir von 2,54 Pflegebedürftigen in Deutschland, davon 1/3 in vollstationärer Pflege.

Etwa zwei Drittel werden somit im privaten Umfeld versorgt. Das Leistungsspektrum der Pflegeversicherung spiegelt diese Zweiteilung der Pflege auch wieder. Bei der skizzierten demographischen Entwicklung ist aber auch klar, dass mit dem Mangel an professionellen Pflegekräften aus Deutschland ein Problem bestehen bleibt .

http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegekraefte/pflegefachkraeftemangel.html

Es ist offensichtlich, dass ohne eine grundsätzliche Neuorientierung in der Pflegeausbildung und ohne eine veränderte politische und finanzielle Bewertung der Pflegeleistungen langfristig nichts für ein Schließen dieser auseinanderdriftenden Entwicklungen von Angebot und Nachfrage spricht.

Kurzfristig können nur Hoffnungen auf Pflegekräfte aus dem Ausland, insbesondere aus der Slowakei, Polen und Kroatien gesetzt werden. Auch hier geht es allerdings nicht ohne Probleme ab. Die massiven Ströme von Arbeitskräften, z.B. von Polen nach Deutschland , etwa durch Entsendung, bringen auch viele schwarze Schafe zum Vorschein, was etwa ein polnisches Unternehmen hervorhebt, das sich gegen illegale Konkurrenz verwehrt.

(http://privatecare24.de/rechtslage)

http://privatecare24.de/rechtslage

http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegekraefte/pflegefachkraeftemangel.html

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