Die fehlende Attraktivität des Pflegeberufs in Deutschland

Dass der Bedarf an Pflegekräften in Deutschland unverändert groß ist, haben wir in unserem Blog schon mehrfach untermauert. 

Aber warum ist dem so? Und wie kann diese Schere zwischen den aufgrund der Entwicklung der Altersverteilung auch immer stärker benötigten Dienstleistungen und dem langfristig zu schwachen Angebot an Arbeitskräften geschlossen werden? 

In allen Bundesländern, v.a. auch den Ballungsräumen der Städte wird die Fragestellung die Menschen in den nächsten Jahrzehnten begleiten. Aber wo bleiben die politischen Lösungen?

Glaubt man in Berlin denn ernsthaft, dass in einer hochentwickelten Dienstleistungsnation wie Deutschland knappe Bezahlung plus angenommener Idealismus ausreichen können, um eine neue motivierte Generation von Pflegefachkräften und Helfern, von Krankenpflegern – und -schwestern, Altenpflegern und Altenpflegerinnen zu bekommen?

Man hat 2011 durch Ernst & Young einmal nachfragen lassen, wie es um den Pflegeberuf so bestellt ist. Gefragt wurden von Ernst & Young (Quelle:statista) private, freigemeinnützige und öffentlich-rechtliche Pflegeheimbetreiber, wie sie die Attraktivität des Pflegeberufs einschätzen würden.

Das Ergebnis war vernichtend. Nur 4% der Befragten bescheinigten den Arbeitsplätzen ihrer Mitarbeiter eher hohe Attraktivität, ca. 77% hingegen attestierten eine nur mittelmäßige oder gar niedrige Attraktivität.

Wenn der Beruf aus Sicht derer, die mit ihm täglich zu tun haben, so wenig an Anziehung ausübt, wie kann man dann glauben, dass die Pflegebedürftigen am Ende mit ihrer Behandlung zufireden sein werden.

Das wird so nicht funktionieren, wie die Grafik von statista zeigt.

Die fehlende Attraktivität des Pflegeberufs

Die fehlende Attraktivität des Pflegeberufs

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