Entsendung von Pflegekräften aus Polen, Ungarn und Tschechien

Mit der EU-Erweiterung um weitere Staaten gilt seit dem 1.5.2011 innerhalb der Europäischen Union auch für Bürger aus Polen, Ungarn, Tschechien und anderen osteuropäischen Staaten das Prinzip der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Mit dem 1.1.2014 sind auch Rumänien und Bulgarien zu diesem Kreis der EU-Mitglieder gestoßen.

Wer nun zur Unterstützung der Pflege eines Angehörigen nicht auf Pflegedienste z.B. von Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas sondern selbst auf die Hilfe einer Pflegekraft z.B. aus Polen zurückgreifen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, dies zu realisieren.

Der erste Weg besteht darin, einen umfangreichen Verwaltungsaufwand zu betreiben, um direkt als Arbeitgeber eine Fachkraft fest anzustellen. Dies bedeutet das „gleiche wie für deutsche Arbeitnehmer: Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und der Krankenkasse, beantragen einer Betriebsnummer bei der Arbeitsagentur, Abführen der Sozialversicherungsbeiträge.“ (http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2013/0912/Pflegekraft.jsp)

Zweitens können Haushaltshilfen bzw. Pflegekräfte durch deutsche Vermittlungsfirmen als Unterstützung verpflichtet werden. Hierbei entsendet ein ausländisches Unternehmen das Pflegepersonal nach Deutschland. In diesem Bereich gibt es durchaus illegale Aktivitäten, deswegen ist sehr auf die Informationen zu achten, die das entsendende Unternehmen, etwa auf der Website, über sich und seine Geschäftspraktiken verlautbart. Gegebenenfalls lohnt eine Recherche, auch bei Wohlfahrtsverbänden oder Anwälten.

In Fall drei entsenden sich die Helferinnen selbst. Dies ist als besonders kritisch zu bewerten.Das bedeutet, dass etwa die polnischen Pflegekräfte in ihrem Heimatland als Selbstständige gelten und dort auch behördlich gemeldet sind. Da aber die Reise vornehmlich dafür angetreten wird, bei nur einer Familie als Pflegerin einzuziehen und eine Person zu betreuen, interpretieren deutsche Behörden dies als Fall von Scheinselbstständigkeit. Die Folgen können Bußgelder und evt. sogar Strafverfahren gegen die beschäftigende Familie sein.

http://www.t-online.de/ratgeber/familie/senioren/id_49222426/haushaltshilfe-aus-osteuropa-was-sie-beachten-sollten.html

http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2013/0912/Pflegekraft.jsp

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