Erster Deutscher Pflegetag in Berlin: Belastung von Angehörigen und Pflegekräften

Unter Moderation von Dr. Kloepfer aus Berlin wandten sich die Teilnehmer am ersten Tag des Deutschen Pflegetags im Saal A ab 18 Uhr den Herausforderungen von Angehörigen und Pflegekräften zu, die sich im Alltag mit den Bedürfnissen und krankheitsbedingten Einschränkungen von Demenzkranken auseinandersetzen müssen.

Der Reigen der Themen reichte dabei von diagnostischen Fragen über die mit der Krankheit verbundenen Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur dementer Menschen hin zu den angemessenen Reaktionen von Angehörigen und Pflegepersonal. Aber auch die Folgewirkungen für das Leben und die Lebensqualität der betreuenden Personen wurden thematisiert.

Prof. Weidner hielt ein Plädoyer dafür, das Grundverständnis von Pflegebedürftigkeit zur reformieren. Insbesondere die Beratungsangebote und Leistungen für Betroffene und Angehörige von Demenzkranken war ihm ein Anliegen. Professor Weidner forderte u.a. wohnortnahe Angebotsstrukturen massiv zu fördern und auszubauen.

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Die Vorträge wurden dann in einer Podiumsdiskussion, an der u.a. alle Referenten teilnahmen, weiter debattiert.

Parallel zu den Vorträgen fand im Saal B eine Preisverleihung statt. Dabei wurde der Pflegemanagement-Award für Nachwuchsführungskräfte 2014 verliehen. Der Preis ist für Personen gedacht, die sich laut Veranstaltungsprogramm in außerordentlicher Weise „mit Engagement, Pioniergeist, Sozialkompetenz, fachlicher Kompetenz, Kreativität und Empathie“ für den Pflegeberuf einsetzen.

Der Pflegemanagement-Award, eine Initiative des Bundesverbands Pflegemanagement mit Unterstützung von Springer Medizin wurde bereits zum dritten Mal vergeben. 

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