Handelsblatt: Aufbruch zu mehr Leistung mit der Pflege-Reform?

Das Handelsblatt hat angesichts der erneuten Pflegereform 2014 die Pläne und “Baustellen” der Bemühungen der Großen Koalition zusammengefasst. Dabei listet die Wirtschaftszeitung Eckpunkte der Reform auf.

Nach wie vor ist die Pflege zuhause die Option Nr. 1 in Deutschland. Mehr als 1,5 Millionen Pflegebedürftige werden zuhause von Angehörigen versorgt. Dennoch ist klar, dass diese Belastung in vielen Fällen für die Beteiligten zu viel wird. Laut Koalitionsvertrag soll im Rahmen der geplanten Rentenreform die häusliche Pflege noch besser unterstützt werden, u.a. durch Erleichterungen bei der Berufsauszeit und der Anpassung der ambulanten Pflegeleistungen an die von stationären Einrichtungen. Zudem soll das Netz von Hilfskräften in Pflegeheimen ausgebaut werden. Die Rede ist von einer Aufstockung von 24.000 auf 45.000 Helfer, die sich mit körperlich Pflegebedürftigen, Demenzkranken, psychisch Kranken oder Behinderten beschäftigen.

Auch eine Erhöhung der Leistungen für die Pflege zuhause steht im Raum und wäre sehr wünschenswert, da aktuell maximal 200 Euro pro Monat für die Bezahlung von Helfern für die häusliche Pflege gezahlt werden.

In zwei Schritten soll die Reform angegangen werden, mit ersten Verbesserungen 2015 und tiefgreifenden Veränderungen in einem zweiten Schritt.

Eine Neuregelung der Pflegestufen scheint dabei beschlossene Sache. Vermutlich werden statt der bisherigen drei Pflegestufen künftig fünf Pflegestufen gelten. Die neue Klassifikation soll dann stärker als bisher auch nicht körperlich bedingte Einschränkungen berücksichtigen, etwa Wahrnehmungsstörungen und Bewusstseinsstörungen wie bei der allerorts diskutierten Demenz.

Quelle:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/aufstellung-zur-pflegereform-koalition-erwaegt-deutlich-hoehere-pflege-leistungen-seite-all/9681812-all.html

 

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