Hauptinhalte des Kabinettsbeschlusses zur Pflegereform

 

Am 28.5.2014 hat das Bundeskabinett den Pflegeentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) beschlossen, der nun im Bundestag beraten werden wird.

Die Ausgangssituation ist heikel, wie alle wissen. So ist der Eigenanteil für Betroffene bzw. Angehörige für einen Platz in einem Pflegeheim (Pflegestufe III) nach Berechnungen der BARMER GEK auf bis zu 1802 Euro gestiegen. Die Zahl der einheimischen Hilfs- und Pflegekräfte reicht hinten und vorne nicht, ohne die Unterstützung durch Personen aus Kroatien, Tschechien, Ungarn, Polen oder auch den Philippinen wäre die häusliche Pflege längst nicht mehr zu stemmen. Demenzkranke kommen im Pflegebegriff faktisch nicht vor. Die Finanzierung der künftigen Pflege steht nach Einschätzung von Experten noch weitgehend in der Luft.

Baustellen also allerorten.

Was bringt also die erste Stufe der Pflegereform?

Hier eine Liste der Neuerungen:

  • Leistungen der Pflegeversicherung sollen um vier Prozent steigen .
  • Hilfe für Betreuung zu Hause
  • die Zahl der Betreuungskräfte in Heimen soll steigen und sich auf 45.000 fast verdoppeln.
  • Kurzzeit- und Verhinderungspflege für bis zu vier Wochen Heimaufenthalt eines zu Hause gepflegten Menschen pro Jahr beziehungsweise für ambulante Pflege soll verbessert werden
  • Tages- und Nachtpflege in Einrichtungen für bestimmte Zeiten am Tag wird erleichtert
  • Lohnersatz soll für eine zehntägige Auszeit zur Pflegeorganisation fließen.
  • Einrichtung eins Pflegevorsorgefonds. Bis 2033 sollen jährlich mehr als 1,2 Milliarden Euro pro Jahr angespart werden., um zu starke Beitragsanhebungen ab 2034 auszubremsen.
  • Ein neuer Pflegebegriff soll ab 2017 mit Leben erfüllt werden. Statt drei Stufen soll es fünf Pflegegrade je nach Beeinträchtigung geben. In die Definiton des Pflegebegriffs sollen dann auch weitere Kriterien integriert werden, womit dann z.B. auch Demenzkranke einbezogen werden können
  • Der Pflegebeitragssatz soll zum 1. Januar 2015 von 2,05 Prozent (Kinderlose: 2,3 Prozent) um 0,3 Punkte steigen. In einem zweiten Schritt kommen weitere 0,2 Prozentpunkte im Zuge der Einführung des neuen Pflegebegriffs dazukommen.

Q: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/mehr-milliarden-fuer-die-pflege-mehr-hilfe-fuer-betreuung-zu-hause-aid-1.4274553

 

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