Hauskrankenpflege

Bei der Hauskrankenpflege steht für alle Beteiligten das Ziel im Vordergrund, lange Aufenthalte in Krankenhäusern oder Pflegeheimen zu vermeiden. Je nach Indikation kann es sich dabei um eine vorübergehende Kurzzeitpflege nach einer Operation oder die Konsequenz aus Alterserscheinungen und progredienten Erkrankungen handeln. Ist Letzteres der Fall, können Leistungen von der Pflegekasse bezogen werden.

Besonders wichtig im Pflegefall ist die zeitnahe Beantragung einer Pflegestufe und den damit verbundenen Leistungen, da diese rückwirkend nur bis zum Datum der Antragstellung gewährt werden. Um festzustellen, welcher Pflegestufe der Betroffene zugeordnet werden sollte, schickt die Pflegekasse einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Dessen Beurteilung bildet die Basis für die Bewilligung der beantragten Pflegestufe und den damit verbundenen Leistungen.

Entgegen einer verbreiteten Meinung sind auch dann Leistungen erhältlich, wenn die Versorgung des Pflegebedürftigen weder vollstationär noch ambulant mit professioneller Unterstützung erfolgt. Über das Pflegegeld kann der Betroffene in diesen Fällen frei verfügen und sich damit gegenüber Angehörigen oder ehrenamtlich Tätigen Personen erkenntlich zeigen.

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