Herausforderungen bei einer privaten Altenpflege zuhause (Teil 1)

Im 21. Jahrhundert leben wir zwar längst nicht mehr unter der Dominanz von Großfamilien, die es sich zur Pflicht machen mussten, pflegebedürftige Angehörige mehr oder minder gut zu versorgen. Dennoch ist es statistisch unumstritten, dass in der Mehrzahl der Pflegefälle zuhause gepflegt wird. Dies hat natürlich weitreichende Konsequenzen, da eine ganze Reihe von Menschen in einen ohne Zweifel anspruchsvollen, fordernden und mitunter auch entnervenden Pflegeprozess eingebunden werden. Keine Frage: beim Thema Altenpflege zuhause sind umfassendes Nachdenken und kompetente Beratung gefragt.

Nach wie vor möchten also fast alle Beteiligten im Pflegefall auf eine Heimunterbringung verzichten. Dabei wird aber der einzelne Beteiligte, der in der privaten Pflege in die tägliche Betreuung eingebunden ist, stark beansprucht – vom Pflegenden über den Pflegebedürftigen bis hin zu Angehörigen, Freunden und ja – gelegentlich auch Nachbarn und Arbeitskollegen.

Andererseits möchten fast alle alten Menschen mit Pflegebedarf ihren Angehörigen nicht zur Last fallen.

Wie löst man dieses Dilemma?

Selbst wenn die Alternativen Pflegeheim, Altenheim bzw. Altenwohnheim definitorisch ausgeschlossen worden sind, aus welchen Gründen auch immer, und nur noch die Möglichkeit der häuslichen Pflege und Versorgung bleibt, ist damit noch längst keine Entscheidung darüber gefallen, wer die verschiedenen anfallenden Aufgaben denn nun übernimmt.

Zunächst scheint klar, dass die nächsten Angehörigen zuständig sind. Dies ist aber oftmals nur unter der Voraussetzung einer parallelen Beschäftigung der Beteiligten im normalen Arbeitsleben möglich und schwierig. Auch fehlen Ausbildung und mitunter auch die physischen Voraussetzungen,um zu helfen.

In diesem Zusammenhang sollten ernsthafte Überlegungen angestellt werden, ob nicht die Einbindung externer Profis eine sinnvollere und evt. sogar finanziell attraktivere Alternative bietet. Zwar ist der Pflegekräftemangel in Deutschland seit Jahren Thema und durchaus nicht vom Tisch, doch bieten sich durch ambulante Pflegedienste und seriöse Vermittler von Pflegekräften aus dem EU-Ausland zusätzliche Möglichkeiten an.

Immer sollte man die Kompetenz und Seriosität der in Frage kommenden Einzelpersonen und Unternehmen gründlich prüfen. Versicherungsrechtlich und auch hinsichtlich des Arbeitsvertragsrechts sind viele Dinge zu beachten. Ein Beratungsgespräch hierzu bieten verschiedene Stelle an, wie etwa die Bundesagentur für Arbeit, wenn es um direkte Anstellung von Pflegepersonal geht.

In den letzten Jahren stieg die Akzeptanz der v.a. aus den osteuropäischen Ländern kommenden Pflegekräfte sprunghaft, da sich deren Qualität auch bis in die kritischen Medien herumgesprochen hat.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse bei der privaten Pflege?

In der Regel übernehmen die Krankenkassen nur die Kosten der medizinischen Versorgung, etwa

  • Medikamentenverabreichung
  • Wundversorgung
  • Verbandswechsel
  • Blutdruck- und Puls messen
  • Insulinspritzen
  • Kompressionsstrümpfe wechseln

(http://www.diakonie-hamburg.de/web/rat-und-hilfe/pflege/unterstuetzung-zu-hause/was-kostet-das/Hilfe-im-Haushalt-und-Pflege-zu-Hause)

Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, das sogenannte Pflegegeld zu beantragen, das für pflegerische Unterstützung auch außerhalb der medizinischen Versorgung verwendet werden kann.

Quellen:

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/24-stunden-betreuung-wie-man-die-richtige-pflege-findet/7905820.html

http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/deutschland/ambulanter-pflegedienst-kosten-pflege-zu-hause-frau-hack-11846454.bild.html

http://www.weisse-liste.de/pflegeplaner

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