Herausforderungen in der privaten Altenpflege (Teil 2)

Wenn Pflegebedürftige sich zu Hause pflegen lassen, so bietet sich für diese Personen der Vorteil, dass sie in ihrem gewohnten Umfeld bewegen können. Man kennt die Wohnung und das Haus, man kennt die Mitbewohner, oft die eigene Familie, und die Nachbarn. Diese gewohnte Umgebung zu nutzen, ist häufig auch der Wunsch der Angehörigen, jenseits aller Fragen der Finanzierbarkeit. Pflege zuhause ist die Wahl Nr. 1 der Deutschen. Aber auch die vermeintlich geringeren Kosten einer Pflege zuhause spielen eine Rolle. Und finanzielle Unterstützung ist auch denkbar.

Zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit muss bei der Pflegekasse ein Antrag gestellt werden, wie auch bei der Einstufung in die Pflegestufen. Danach wird über Begutachtungen festgestellt, welchen Grad der Bedürftigkeit der zu pflegende Mensch erreicht. Gemäß Begutachtung und Zuordnung zu einer festgestellten Pflegestufe haben Sie Anspruch auf Pflegeleistungen.

Mittlerweile gibt es seit dem 30.10.2012 sogar eine spezielle Förderung Pflegebedürftiger, die möglichst lange selbständig und in häuslicher Umgebung wohnen möchten, ohne dabei jedoch auf sich allein gestellt zu sein,. Es handelt sich um die sogenannten ambulant betreuten Wohngruppen, Pflege-Wohn-Gemeinschaften, die unter bestimmten Voraussetzungen Pflegeversicherung besonders gefördert werden.

QUELLE:

http://www.bmg.bund.de/pflege/leistungen/ambulante-pflege/pflegen-zu-hause.html 

Der Gesetzgeber unterstützt die Versicherten auch bei der Wohnungsanpassung für Pflegebedürftige durch Zuschüsse; zudem können auch die Kosten für Pflegehilfsmittel durch die Pflegeversicherung übernommen werden.

Gesetzliche Regelungen ermöglichen übrigens selbst dann eine gewisse Unterstützung der pflegenden Angehörigen, wenn noch kein Pflegefall im Sinne der Pflegestufen 1-3 vorliegt.

Diese Unterstützung besteht aus

  • Sachleistungen (Hilfe von Pflegediensten)
  • Pflegegeld
  • Kombination aus beidem (sogenannte Kombinationsleistung)

Das Pflegegeld zur Sicherstellung ihrer Pflege kann z.B. auch regelmäßig an die versorgenden Personen als Anerkennung weitergeben werden, also an pflegende Angehörige, ambulante Pflegedienste oder Einzelpflegekräfte.

Die Höhe der Leistungen wird nach der jeweiligen Pflegestufe bemessen. Der sogenannte Betreuungsbeitrag hilft darüber hinaus geistig behinderten oder an Demenz erkrankten Menschen .

Weitere Maßnahmen zur Förderung der Pflege zuhause sind Pflegezeit und Familienpflegezeit für berufstätige pflegende Angehörige und die Übernahme der Kosten für die sogenannte Verhinderungspflege bei Ausfall durch Urlaub oder Krankheit

Ist ein pflegender Angehöriger durch Urlaub oder Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung im Rahmen der sogenannten Verhinderungspflege die Kosten einer Ersatzpflege für maximal vier Wochen pro Kalenderjahr, in besonderen Fällen (nach einer stationären Behandlung) die vollstationäre Kurzzeitpflege auch in Form für bis zu vier Wochen im Kalenderjahr.

Bei der Suche nach geeigneten Lösungen kann eine erste Recherche im Internet helfen. U.a. hat die Stiftung Warentest dazu bereits Stellung genommen. (http://www.test.de/Pflegestuetzpunkte-Nur-jeder-dritte-beraet-gut-4149337-0/, http://www.test.de/Pflegedienste-Selten-gut-beraten-1786449-0/)

http://de.wikipedia.org/wiki/Pflege_zu_Hause

http://www.bmg.bund.de/pflege/leistungen/ambulante-pflege/pflegen-zu-hause.html

http://www.zu-hause-gepflegt.de/?id=23

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