Keine Pflegekräfte: Personalengpass im Gesundheits- und Pflegewesen

Es ist nicht neu: sollte sich an den aktuellen Rahmenbedingungen nichts ändern, dann zieht sich der Personalengpass im Gesundheits- und Pflegewesen noch bis weit in die 30er Jahre des 21. Jahrhunderts hin.

“Bereits 2020 wären in den medizinischen Berufen dann 33.000 Vollzeitstellen unbesetzt, 2030 sogar 76.000.” (Welt-Online, 3.10.2012) Die Lage bei den Pflegekräften wird sich aber noch schlimmer darstellen, so die damalige Prognose. Wie die “Welt” unter Berufung auf die Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers “112 – und niemand hilft” schon 2012 berichtete, werden 2030 über 400.000 Pflegefachkräfte fehlen.

2020 werden nach den damals vorliegenden Zahlen gut 212.000 Vollzeitkräfte fehlen, 2030 bereits knapp 328.000. Waren es 2011 waren erst knapp acht Prozent, so würden 2030 knapp 18 Prozent aller benötigten Stellen (in Vollzeitäquivalenten gerechnet) nicht besetzt werden.

Wie auch der Deutsche Pflegetag im Januar 2014 dokumentiert hat, sieht es zwei Jahre später nicht wirklich gut aus. Aber Zahlen sind schnell in den Raum geworfen. Vergleicht man etwa die genannten Zahlen mit der unten angefügten Statistik, bleibt Verwirrung.

Eine Infografik von statista mit Zahlen der Tageszeitung “Welt”aus dem Jahre 2014 unter Verwertung von Quellen des Statistischen Bundesamtes, des Spitzenverbands der GKV und von DPA zeigt zwar nicht, dass sich die Problematik verflüchtigt hat, meldet ganz andere Dimensionen: die Anzahl der fehlenden Pflegekräfte in Deutschland wird demnach von 39.000 im Jahre 2005 auf 112.000 im Jahre 2025 steigen.

Statistik_id168268_fehlende-pflegekraefte-in-deutschland

QUELLEN:

http://www.welt.de/wirtschaft/article109597726/2030-fehlen-Deutschland-ueber-300-000-Pflegekraefte.html

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