Kostenfaktor Pflegekräfte

Höherer Verdienst für Pflegekräfte muss refinanziert werden. Dies betrifft die Zahlungen zur Pflegeversicherung und die zusätzlichen privaten Mittel der Kunden. Eine Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung ist somit unvermeidlich. Eine Aufstockung des Beitrags um 0,5% scheint wahrscheinlich. Die Erhöhung der Pflegebeiträge um 0,5 Prozentpunkte hat die große Koalition jedenfalls bereits vereinbart.

Die Pflegeversicherung übernimmt aber immer nur, auch in Zukunft, einen Teilbetrag. Eigenanteile in der stationären Pflege liegen zwischen 1000 und 2000 Euro – monatlich! Dies sind erhebliche Zusatzkosten für jeden betroffenen Haushalt.

Das Potential pflegender Angehöriger nimmt nach Aussagen von AOK-Chef Jürgen Graalmann (Quelle: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-serie-zur-pflege-die-pflege-braucht-hilfe.fb54cfcc-2cd9-43f1-b727-4ef0e7b9d60b.html) aber ständig ab, v.a. aufgrund der wachsenden Zahl an Singlehaushalten und berufstätiger Frauen.

Dies verschärft die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte. Ohne die Öffnung für ausländisches Personal wäre die Katastrophe vorprogrammiert.

Eine massive Änderung der beruflichen Situation einheimischer Pflegekräfte scheint unabdingbar.
Ob dafür in der Pflegereform bereits ein großer Wurf gelingen kann, darf mit Blick auf die unterschiedlichen Unternehmensformen in der Pflege und die damit verbundene Tarifautonomie bezweifelt werden.

Quelle: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-serie-zur-pflege-die-pflege-braucht-hilfe.fb54cfcc-2cd9-43f1-b727-4ef0e7b9d60b.html

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