Krankenpflege zu Hause

Im Jahr 2011 wurden von den insgesamt 2,3 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland 70 %, also 1,76 Millionen, zu Hause versorgt. Dabei übernahmen in 1,18 Millionen Fällen die Angehörigen allein die Betreuung, bei 576.000 Pflegebedürftigen wurde mit ambulanten Pflegediensten kooperiert.
Diese Zahlen belegen, was für die meisten ganz offensichtlich ist: Im Pflegefall ist man am liebsten zu Hause, egal, ob der Anlass nun Alter oder Krankheit ist. Bei schwerwiegenderen Erkrankungen mit längerer Genesungszeit empfiehlt sich allerdings eine angemessene Pflegeplanung, um die Versorgung des Betroffenen nicht nur in hauswirtschaftlicher und sozialer, sondern auch medizinischer Sicht angemessen gewährleisten zu können.
Dabei unterstützen Pflegedienste, die auf Basis von Erfahrungen und Studien das sogenannte „Case Management“ optimiert haben. Bei einem seriösen Unternehmen wird diese Pflegeplanung klientenorientiert und unter Berücksichtigung der Mehrdimensionalität des Menschen durchgeführt. Vorhandene Ressourcen werden respektiert und die Erhaltung der teilweisen bzw. Wiedererlangung der vollständigen Autonomie des Betroffenen steht im Vordergrund. Die Durchführung der ambulanten Krankenpflege sollte außerdem so geplant werden, dass sie für den Klienten nachvollziehbar ist.
Alternativ kann man sich für die Krankenpflege daheim auch Unterstützung in Form einer Pflegekraft aus dem Ausland holen. Dies ist besonders interessant, wenn eine 24-Stunden-Betreuung nötig sein sollte. Die Pflegekraft wird von einer deutschen Agentur, die mit Pflegediensten in Polen oder anderen Ländern zusammenarbeitet, vermittelt und in den betroffenen Haushalt entsandt. In der Wohnung des Pflegebedürftigen sollte ihr daher ein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen.
Dieses Modell ist für viele vor allem aus finanziellen Gründen attraktiv: Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung kostet etwa zwischen 1.200 und 2.500 Euro monatlich plus Kost und Logis. Rund 100.000 überwiegend weibliche Pflegekräfte aus osteuropäischen Nachbarländern sollen bereits zur Unterstützung in deutschen Haushalten tätig sein. Doch bei der Vermittlung ist nach wie vor Vorsicht geboten: Tests zeigen, dass schwarze Schafe auch vor dieser Branche keinen Halt machen. So nehmen es manche Vermittler mit dem geltenden deutschen Recht nicht so genau, wie sie sollten und informieren ihre Klienten teilweise nur mangelhaft darüber, was es zu beachten gibt.
So dürfen die Pflegehilfen beispielsweise selbst bei entsprechender Ausbildung hierzulande keine medizinisch indizierten Maßnahmen wie Wundversorgung oder Medikamentengabe durchführen. Ihre Unterstützung muss sich also auf die hauswirtschaftliche Versorgung und einfache Grundpflege beschränken. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Pflegekräfte in ihrem Heimatland in einem einwandfreien Beschäftigungsverhältnis stehen. Nur dann ist es ihnen im Sinne der EU-weiten Freizügigkeit erlaubt, in Deutschland zu arbeiten. Private Arbeitsverträge sind nur nach Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit erlaubt bzw. bedürfen einer Arbeitserlaubnis.

One Response to “Krankenpflege zu Hause”

  1. Lisa Reimann says:

    Als Mutter von 3 kleinen Kinder fiel es mir immer schwerer für meine Eltern zu sorgen, da es für mich nicht in Frage kam die beiden in ein Altersheim zu geben, informierte ich mich bei ein paar Freunden und Bekannten über einen empfehlenswerten Pflegedienst. Mittlerweile ist es schon über ein Jahr her, dass ich meine Eltern der Humanis Pflege- und Betreuungsdienst für Pflegebedürftige Personen anvertraut habe. Die Besuche der netten Betreuer und die Hilfe die ich von ihnen bekomme spart viel zeit im Alltag. Humanis Pflege- und Betreuungsdienste kann ich nur weiter empfehlen.

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