Kritik an Pflegereform durch Sozialverband Deutschland (SoVD)

 

Der am 28.5. vom Bundeskabinett in Berlin beschlossene Gesetzentwurf zur Pflegeversicherung hat nicht nur die Opposition auf den Plan gerufen. Mittlerweile mehren sich auch die Stimmen aus dem Verbandslager, die viele Mängel erkannt haben wollen. So kritisiert der Sozialverband Deutschland (SoVD) , dass der von der Großen Koalition auch in der Öffentlichkeit stark thematisierte „Neue Pflegebegriff“ nicht Inhalt der ersten Stufe der Pflegereform geworden ist. Einen Begriff der Pflegebedürftigkeit könne man nicht erst dann definieren und verabschieden, wenn bereits vorher – wie nun vom Kabinett vorgesehen – umfangreiche Leistungsverbesserungen avisiert würden, wie der Verbandspräsident Adolf Bauer betonte. Auch das Fehlen automatisierter Leistungsanpassungen wird vor dem Hintergrund einer Überbelastung der Pflegenden aufs Korn genommen. Neben einer fundamentalen Neubewertung und -konzipierung der Pflege als Gesamtsystem fordert der Verband auch eine grundlegende Neuausrichtung von Pflegeversicherung, Löhnen ebenso wie Konzepte, die eine hochwertige Pflege gewährleisten.

Q: Pflegereform: Gretchenfrage bleibt offen | kobinet-nachrichten

 

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