Kritiker halten Gröhes Pflege-Reform für unterfinanziert

Kritiker der Pflegereform der Großen Koalition unter Federführung des Gesundheitsministers Hermann Gröhe (CDU) kommen jetzt langsam aber sicher in Fahrt. Die vorgehaltene Mängelliste ist schon jetzt recht lang und kommt aus verschiedenen politischen Lagern und gesellschaftlichen Gruppierungen.

So bemängelt das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) die viel zu geringe Anzahl geplanter Stellen und deren Bezahlung. Der Direktor des Instituts, Frank Weidner sieht sogar eine Verschlechterung der Lage der Pflege im Bereich des Möglichen. So sei es jedenfalls in der Vergangenheit mit jeder Reform gewesen. Im nord- und westeuropäischen Vergleich stehe Deutschland nach wie vor schlecht da, eine Erhöhung der Pflegestellen allein reiche auch nicht aus. Vielmehr müssten Arbeitsbedingungen und Vergütungen für die Pflegekräfte deutlich verbessert werden.

So bemängelt das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) die viel zu geringe Anzahl geplanter Stellen und deren Bezahlung. Der Direktor des Instituts, Frank Weidner sieht sogar eine Verschlechterung der Lage der Pflege im Bereich des Möglichen. So sei es jedenfalls in der Vergangenheit mit jeder Reform gewesen. Im nord- und westeuropäischen Vergleich stehe Deutschland nach wie vor schlecht da, eine Erhöhung der Pflegestellen allein reiche auch nicht aus. Vielmehr müssten Arbeitsbedingungen und Vergütungen für die Pflegekräfte deutlich verbessert werden.

In dieses Horn hatte auch der Pflegeratspräsident Andreas Westerfellhaus beim Deutschen Pflegetag in Berlin geblasen. In die gleiche Richtung gehen die Vorstöße von AOK und VdK. Von diesen Interessengruppen wird auch ein höheres Tempo bei der Umsetzung der Gesetzesvorhaben gefordert.

Der Fachkräftemangel in Deutschland wird wohl auch in den nächsten Jahrzehnten nicht zu beseitigen sein. Die Beobachtung, dass qualifizierte Pflegekräfte ins europäische Ausland bis nach Skandinavien abwandern, weil sie dort bessere Arbeitsbedingungen und Löhne vorfinden, ist mittlerweile aktenkundig.

Ein höhere Bezahlung der Fachkräfte in Deutschland müsste andererseits ebenfalls gegenfinanziert werden. Insofern mag sogar der Einwand, Gröhes Reform-Pläne für den Pflegesektor könnten nicht einmal den Status Quo finanzieren, nicht einmal überzogen sein.

Quellen:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/01/kritiker-halten-groehes-pflege-reform-fuer-unterfinanziert/
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/29251/Breite-Unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-Petition-zur-Pflegereform.htm

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