Kurzdefinitionen wichtiger Begriffe der Altenpflege

Altenpflege:

Teilgebiet der Pflege, welches sich auf die Betreuung und Versorgung älterer Menschen spezialisiert hat, die aufgrund Ihres Alters und/oder Erkrankungen nicht mehr in der Lage sind, ihre Alltagsaufgaben allein zu bewältigen.

Behandlungspflege: Jener Bereich der Pflege, der sich mit der medizinischen Versorgung des Pflegebedürftigen beschäftigt. Ziele der Behandlungspflege können die Vorsorge, Bekämpfung und Linderung einer Krankheit oder Verletzung sein.

Ganzheitliche Pflege: Beruht auf dem Prinzip der Einheit von Körper, Geist und Seele. Es wird besonderer Wert auf die ganz individuellen Bedürfnisse des Einzelnen gelegt, um ein Gleichgewicht aller Komponenten der Einheit und somit eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens zu begünstigen.

Grundpflege:

Jener Bereich der Pflege, der sich mit allen Aspekten der Körperpflege (Toilettengang, Zähne putzen, Duschen etc.), Nahrungsaufnahme und Mobilisierung (Gehen, Stehen, Hinlegen, An- und Ausziehen etc.) des Pflegebedürftigen beschäftigt. In der Gewährleistung der Grundpflege liegt zudem die hauptsächliche Leistung der Pflegeversicherung.

Hilfe zur Pflege:

Besteht bei Sozialhilfeempfängern zu einem Zeitpunkt kein Versicherungsverhältnis mit einer Krankenkasse, bleibt deren Absicherung gegen Pflegebedürftigkeit davon unberührt. In diesen Fällen spricht man von „Hilfe zur Pflege“ nach dem Bundessozialhilfegesetz.

Kombinationsleistungen:

Begriff aus dem Bereich der Pflegeversicherung, der die Kombination von Geld- und Sachleistungen der Pflegekasse bezeichnet. Als Sachleistungsbetrag werden z.B. Besuche eines ambulanten Pflegedienstes abgerechnet, der restliche Betrag an den Betroffenen ausgezahlt (und beispielsweise als Entlohnung für dessen Versorgung an einen Angehörigen weitergegeben).

MDK – Medizinischer Dienst der Krankenversicherung:

Arbeitsgemeinschaft der Kranken- und Ersatzkassen, die die Überprüfung der Voraussetzungen für die Leistungserbringung durch die Kassen durchführt. Hierzu gehört die Erstellung von Gutachten über Pflegebedürftigkeit, auf deren Basis die Zuordnung zu einer Pflegestufe und die damit verbundene Gewährung von Leistungsansprüchen erfolgt.

Medikamentengabe:

Teil der Behandlungspflege, die gegebenenfalls durch entsprechend qualifiziertes Personal kontrolliert werden sollte, wenn der Pflegebedürftige sie nicht mehr selbstständig und verantwortungsbewusst erledigen kann. Bei manchen Medikamenten hat die Verabreichung durch aufgrund ihrer Wirkung in jedem Fall durch eine Fachkraft zu erfolgen. Palliativpflege: Teilgebiet der Pflege, welches sich der Aufrechterhaltung der bestmöglichen Lebensqualität von Pflegebedürftigen mit unheilbaren oder terminalen Krankheiten verschrieben hat. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Linderung etwaiger Schmerzen sowie die psychosoziale Betreuung der betroffenen Person und ihrer Angehörigen.

Pflegebedürftigkeit:

Laut Pflegeversicherungsgesetz definiert als Zustand einer Person, der durch psychische, physische oder seelische Krankheit bzw. Behinderung hervorgerufen wurde und sie bei gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des Alltags dauerhaft bzw. für mindestens sechs Monate derart einschränkt, dass sie der Hilfe bedarf. Zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit ist ein formloser Antrag beim MDK einzureichen. Nach Begutachtung durch den MDK erbringt die Pflegekasse die Versicherungsleistungen entsprechend der vorliegenden Pflegestufe.

 

Quellen: http://www.pflegelexikon.de/altenpflege/ http://www.pflegedienst-online.info/lexikon/Altenpflege-845.html

Leave a Response