Osteuropäische statt deutsche Pflegekräfte: Pflegenotstand bleibt auch nach Pflegereform

Politiker, Experten und Betroffene klagen seit langem über den Pflege-Notstand in Deutschland.

Eine der wichtigen Fragen bleibt: wer leistet die Arbeit, wenn es um die Pflege geht: Pflegedienste, Angehörige oder Fachkräfte aus dem europäischen EU-Ausland?Die Zahlen beweisen, dass es ohne den Zustrom bsp. polnischen Pflegepersonals nicht gehen wird – und zwar auf lange Sicht. Die Pflegereform 2014 soll es richten.

Was können wir von der angekündigten Reform erwarten?

Alles wird auf dem Prüfstand stehen. Allerdings wird man sehen müssen, ob es innerhalb der Großen Koalition zu einer vernünftigen Einigung kommen kann. Aktuell fehlen etwa 130 000 professionelle Pflegekräfte, ambulante Dienste und Heime zusammengerechnet. Deutschland gilt damit als Entwicklungsland der Pflege. Unterstützt wird Deutschland durch Fachkräfte aus Polen, Tschechien, Kroatien, China, demnächst auch Bulgarien und Rumänien.

Deutsche Pflegekräfte bleiben auch nicht lange im Beruf. Die finanzielle Attraktivität wie auch die gesellschaftliche Anerkennung des Pflegeberufs ist etwa im skandinavischen Ausland deutlich höher. Konsequenzen des Personalmangels: die Zeitabläufe in stationären Einrichtungen sind auf die Minute abgesteckt, für Zuwendung im eigentlichen Sinn bleibt keine Zeit. Und Angehörige, v.a. pflegende Angehörige mit eigenem Beruf stehen in der privaten Pflege zuhause erheblich unter Druck. Die AOK Bayern bietet jetzt extra Unterstützung für psychisch belastete pflegende Angehörige an. Nach großer Reform hört sich das noch nicht an.

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