Pflegebegriff: die Zukunft der Pflege nach dem Pflegetag

Die Frage nach einer zukunftsweisenden Ausrichtung der Pflege in Deutschland ist b.a.w. eine der zentralen gesellschaftlichenHerausforderungen. Die Zahlen zur Entwicklung des Bedarfs an Pflegekräften und der verfügbaren einheimischen Fach- und Hilfskräfte sind nichts weniger als Besorgnis erregend bis dramatisch.

Im Januar (wir berichteten darüber) befasste sich der Deutsche Pflegetag in Berlin damit.

Er behandelte viele Fragen, von Pflegebegriff über Grenzen der Pflegeversicherungsleistungen bis hin zur Attraktivität des Pflegeberufs. Die Fachleute befürchten das Schlimmste, so wie Andreas Westerfellhaus, Chef des Deutschen Pflegerates, der auf dem Pflegetag davon sprach, dass man dringend und sofort einen nationalen Aktionsplan für die Pflegenden selbst benötige, da das Personal und die pflegenden Angehörigen vor dem Kollaps stünden.

Herausragendes Problem ist der eklatante Mangel an Menschen, die pflegen, egal ob zuhause, in kommunalen Einrichtungen oder privat geleiteten Pflegeheimen.

Darüber hinaus fehlen Gelder – zur Bezahlung der Pflege und für eine angemessene Honorierung der Pflegenden. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst in Pflegeberufen liegt bei 2412 Euro und somit ist “Altenpflege ist ein schlecht bezahlter Knochenjob” (AZ, 24.1.2014)

Die nach durchschnittlich 8,4 Jahren aufgegebenen Stellen können oft nicht neu besetzt werden.  2014 fehlen ca. 130000 professionelle Pflegekräfte, bis 2030 werden es ca. eine halbe Million sein. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird 2030 von 2,5 Millionen Pflegebedürftige heute auf 3,4 Millionen ansteigen.

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