Pflegekräfte aus Polen

Obwohl in Deutschland in den letzten Jahren bereits ein stetiger Beschäftigungsanstieg im Bereich der Alten- und Krankenpflege verzeichnet werden konnte, deckt dieser nicht den zunehmenden Bedarf an ausgebildetem Personal. Der Anteil an Pflegekräften mit osteuropäischen Wurzeln oder anderweitigem Migrationshintergrund ist dabei deutlich geringer, als gemeinhin angenommen wird: 2010 lag er insgesamt bei unter 4 %, speziell im Bereich der Altenpflege bei knapp über 18 %. Auch die Anwerbung von entsprechenden Arbeitskräften geht nur schleppend voran: So wurde 2010 lediglich 2357 Arbeitskräften aus neuen EU-Staaten eine Arbeitsgenehmigung erteilt.
Viele Pflegebedürftige behelfen sich daher, indem sie über das Internet auf eigene Faust nach Pflegekräften aus Polen und anderen osteuropäischen Staaten suchen. Dabei sei aber Vorsicht geboten, da man sich bei mangelnder Kenntnis der Gesetzeslage leicht in die Situation bringen kann, Schwarzarbeiter zu beschäftigen. Eine legale Alternative bieten hier Pflegeagenturen, die polnische Pflegekräfte vermitteln. Im Rahmen der EU-weiten Freizügigkeit ist ihnen nämlich die Arbeit in jedem EU-Land erlaubt. Steuern, Sozial- und Krankenversicherung laufen dabei ganz regulär über den Arbeitgeber im Heimatland, der die Pflegekraft entsendet.

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