Der Bedarf an Pflegepersonal in der privaten Pflege

Unter dem Begriff „Pflegepersonal“ werden in Deutschland all diejenigen Arbeitskräfte zusammengefasst, die sich mit der Betreuung und Versorgung von Menschen befassen, welche aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Alter nicht mehr oder nur eingeschränkt für sich selbst sorgen können. Ende 2011 belief sich die Anzahl der Pflegekräfte, die in vollstationären Einrichtungen arbeiteten, auf 661.179. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich 475.368. In ambulanten Pflegediensten waren damals 189.576 Pflegerinnen und Pfleger tätig, 2011 zählte man hier 290.714 – bei weiterhin steigender Nachfrage.

Zum Pflegepersonal gehören allgemein neben Kranken- und Gesundheitspflegern mit abgeschlossener Ausbildung Pflegeschüler sowie weitere Hilfskräfte. Nicht verwendet wird der Begriff hingegen für Angehörige, die häufig die Pflege ihrer Lieben zuhause selbst übernehmen, und für Haushaltshilfen, deren Aufgaben sich gelegentlich mit denen einer Pflegekraft überschneiden.

Um sich für den Pflegeberuf zu qualifizieren, gibt es in Deutschland verschiedene Möglichkeiten: Entweder absolvieren Berufsanwärter eine Kurzzeitausbildung zum Krankenpflegehelfer oder sie besuchen über einen längeren Zeitraum eine Berufsschule oder Universität. Je nach Bildungsweg werden schließlich verschiedene Qualifikations- und Kompetenzstufen unterschieden.

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