Private Pflege durch Pflegeagenturen

Der Pflegebedarf in Deutschland boomt – und damit die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach qualifiziertem Personal, um die wachsenden Herausforderungen der Pflege und Betreuung alter Menschen bewältigen zu können. Die Zahlen sind alarmierend, so etwa, wenn im Sommer 2013 beispielhaft aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis verlautet , dass dort in den kommenden Jahren rund 9000 altersgerechte Wohnungen fehlen und im Jahr 2035 im Rheinisch-Bergischen Kreis rund 83700 Menschen älter als 65 Jahre sein werden – 37 Prozent mehr als heute. Dies bedeutet zwangsläufig, dass mit der starken Zunahme Älterer auch die Zahl der Pflegebedürftigen rasant wachsen wird. Als Ziel wird deshalb Vorort gesehen, barrierearme Wohnungen für Senioren zu schaffen um die älteren Menschen so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnumgebung zu belassen, selbst unter den Vorzeichen ambulanter Betreuung und Pflege. Eine sicherlich stellvertrende Stimme für die bundesweite Entwicklung.

So verwundert es wenig, wenn bei diesem Stand der Dinge die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften massiv steigt, v.a. aus dem EU-Ausland. Dabei ist es unerlässlich, eine seriöse und verlässliche Agentur zu rekrutieren, die substantielle Kontakte in das Entsenderland hat, über die rechtlichen Regularien Bescheid weiß und sich in hervorragender Weise um das Wohl der betroffenen Pflegebedürftigen kümmert. Das geht von der Erstellung eines Pflegeplans bis zur Kontrolle, dass tatsächlich bei der Betreuung alles gut verläuft.

Oft vermitteln also Pflegeagenturen die Pflegekräfte in die einzelnen Haushalte, in denen dann die Mitarbeiter situationsspezifisch Aufgaben der hauswirtschaftlichen Versorgung und Grundpflege erledigen. Die Agentur hat die Pflegekräfte entweder selbst angestellt oder übernimmt die Vermittlung für kooperierende Unternehmen in den Heimatländern der Pflegekräfte. Grundlage dafür ist, rechtlich gesehen, die Eu-weite Niederlassungsfreiheit von Dienstleistern.

Im Vorfeld nimmt man sich bei einer seriösen Pflegeagentur immer ausführlich Zeit, um die Bedürfnisse und Situation der Pflegebedürftigen kennenzulernen, einzuschätzen und zu beurteilen, nicht zuletzt, da Alten- oder Krankenpflege heikel und voller Herausforderungen ist. Am Ende dieses Prozesses des Kennenlernens steht der Pflegeplan für die Betroffenen und ggf. die Benennung einer bestens passenden Pflegekraft.

Wichtig ist immer auch die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, u.a. auch bei der Entlohnung und versicherungsrechtlichen Absicherung der Pflegekräfte in deren Herkunftsländern.

Mittlerweile ist auch die Bundesregierung aktiv geworden und wirbt in neun Ländern vor Ort Fachkräfte für den Gesundheits- und Pflegebereich in Deutschland an. Unter anderem waren 2013 in Spanien sieben Werbeveranstaltungen geplant. Geworben wurde auch in Griechenland, Italien, Portugal, Serbien, Bosnien-Herzegowina, den Philippinen und Tunesien.

Die Bundesregierung erwartet auch für die kommenden Jahre harte Herausforderungen und nimmt an, dass

>>auf Basis einer dauerhaft konstanten altersspezifischen Pflegewahrscheinlichkeit die Zahl der Pflegebedürftigen in der sozialen Pflegeversicherung von rund 2,54 Millionen Pflegebedürftige (Stand: 2012) auf 3,22 Millionen im Jahr 2030 bzw. 23 Millionen im Jahr 2050 steigen wird. Etwa zwei Drittel werden in der häuslichen Umgebung nd dabei oft durch ihre Angehörigen, betreut und versorgt. <<

QUELLEN

http://www.ksta.de/aus-dem-kreis/studie–wohnen-65plus–zahl-der-pflegekraefte-steigt-rasant,16363472,23580838.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fachkraeftemangel-deutschland-wirbt-pflegekraefte-im-ausland-an-12568841.html

http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegekraefte/pflegefachkraeftemangel.html

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