Probleme bei der Erstattung von Pflegekosten: Demenzkrankheiten (Alzheimer)

Ein großes Problem bei der Erstattung von Pflegekosten ist die Tatsache, dass einer der größten Geißeln der modernen Medizin unzureichend in der Pflegegesetzgebung berücksichtigt worden ist: die Demenz. 

Mit dem Begriff wird im der Umgangssprache meist chronische Vergesslichkeit assoziiert, tatsächlich aber ist damit viel mehr gemeint. Demenz umfasst mehrere Dutzend Einzelkrankheiten. Die weitaus prominenteste unter diesen Indikationen ist Alzheimer, welche auch mit fast 70% den bei weitem höchsten Anteil an der Demenz einnimmt.

 Weltweit leben vermutlich über 40 Millionen Menschen mit Symptomen der Demenz, in Deutschland sind es über. 1,4 Millionen (http://www.bmg.bund.de/pflege/demenz/zukunftswerkstatt-demenz.html) Die Krankheit ist noch nicht heilbar und kann nur mit Medikamenten verzögert werden.

Typische Ausfallerscheinungen bei einem Demenzkranken sind, folgt man Verlautbarungen der Experten, in der frühen Phase Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, anfangs schwer zu erkennen, da dies oftmals mit einer harmlosen Konzentrationsstörung verwechselt werden kann. Mit dem zunehmenden Verlust des Langzeitgedächtnisses tritt die Krankheit auch nach außen sichtbar hervor. Später kann auch der Abbau körperlicher Gesundheit zu den mentalen Ausfallerscheinungen hinzutreten.

Für die Pflege im Alltag wird nicht nur die Schwere der Krankheit zum Problem, sondern auch die erstaunliche Tatsache, dass es viele Demenzkranke gibt, die noch gar nicht als Pflegefall der Stufen 1-3 eingestuft sind. Für Demenzkranke, die aber nicht vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen in dieser Weise kategorisiert bzw. begutachtet wurden, kann lediglich – und auch dies noch nicht sehr lange – Pflegegeld beansprucht werden.

So erreichen Demenzkranke, die sich unter Anleitung noch selbst anziehen oder waschen können, aktuell keine Pflegestufe. Sie können aber seit 1.1.2013 das in der umgangssprachlich sogenannten Pflegestufe 0 das Pflegegeld von 120 Euro im Monat erhalten, die Abdeckung für Pflegesachleistungen liegt bei 225 Euro.

Quellen:

 

http://www.bmg.bund.de/pflege/demenz/zukunftswerkstatt-demenz.html

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article112207871/Auch-ohne-Pflegestufe-gibt-es-Geld-vom-Staat.html

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.heim-in-muenchen-report-so-leben-demenzkranke.b53ab73a-d539-495e-8707-f1f04e30efd7.html

 

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