Voraussetzungen für Pflegedienste in Deutschland

Ein Pflegedienst in Deutschland muss einige organisatorische Voraussetzungen erfüllen, um zugelassen zu werden. Dazu zählt zunächst einmal, die Aufnahme der Tätigkeit bei der zuständigen Aufsichtsbehörde anzuzeigen. Dies ist das zuständige Gesundheitsamt. Außerdem muss davon auch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Kenntnis gesetzt werden.

Versicherungsrechtliche Standards sind einzuhalten (Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden), Arbeitsverträge und -nachweise sowie ein polizeiliches Führungszeugnis der leitenden Pflegefachkraft gehören dazu.

Auch der Pflegeprozess, der ja für die Pflegebedürftigen von herausragender Bedeutung ist, unterliegt in Deutschland einschlägigen Bestimmungen. Dies beinhaltet u.a. die Erstellung einer Pflegeplanung. Diese hat zur Voraussetzung, dass zuvor dem Pflegebedürftigen ein Besuch abgestattet worden ist, bei dem Erkenntnisse über dessen geistige und körperliche Verfassung erworben werden sollten. Zu den Anforderungen gehören auch eine Pflegedokumentation.

Weitere Pflichtpunkte sind die ständige Weiterbildung des Pflegepersonals einschließlich der Führung und die enge Kooperation mit Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und zuständigen Institutionen. Wichtig sind hierbei natürlich insbesondere Ärzte, Kliniken oder andere stationäre Einrichtungen.

 

Damit ist allerdings nur ein formeller, rechtlicher Rahmen abgesteckt. Gut, dass es ihn gibt, aber was wollen die Pflegebedürftigen selbst? Dazu beachten Sie bitte unseren nächsten Post mit einer Statistik zum Thema “Wohlbefinden in Pflegeeinrichtungen”.

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